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Zu den Wortendungen gehören bei dieser Systematik alle Buchstabenfolgen, die nach den Wortkernen (beißen, Ruhe, Fahrt) und/oder nach den Nachsilben stehen (Verbesserungen/das Fröhliche/mutiger). Dabei kann ein zusammengesetztes Wort sowohl hinter dem ersten Begriff, wie nach dem zweiten, Wortendungen aufweisen (die höhergestellten Personenkreise/die Sanitätsautos). Auch gibt es zahlreiche Worte ohne Wortendungen (der Ort/ gleich/ Neid / mutig).

Folgendes Wissen sollte den Kindern zu diesem Wortabschnitt vermittelt werden:
 

Der hier in drei Punkten zusammengefasste Sachverhalt kann besonders leicht, da anschaulich "erlebbar", mit Hilfe von Texten, die wie beim Wortgliedlückentextblatt 'Wortendung' verarbeitet wurden, dem Kind vermittelt werden.
*)Die Endung 'end' ('während'/'laufend'/'nirgends'', aber auch der 'Stehende'/'die Jugend') wurde bei den Nachsilben eingereiht, um dem Kind eine gedanklich saubere Trennung der 't' und 'd'-Schreibung am Wortende zu erleichtern. Hier geht es nicht um Sprachwissenschaft, sondern darum, ob die (Esels-) Brücke trägt. Dasselbe gilt für die selteneren Endungen 'eln'/'ernd' (nagelnd/dauernd).
**)Weiter gibt es noch eine sehr kleine Anzahl von Wörtern mit 'd' nach dem Wortkern (Wortzentrum): 'Begierde', 'Zierde', 'fahnden', 'ahnden', 'gefährden/Gefährdung' . . . ?. Diese Worte kann man zunächst vernachlässigen, und wenn eins der Worte in Schultexten auftaucht, einzeln lernen lassen. Alle anderen Wortendungen schreibt man mit 't'.


Einzelne Schwierigkeiten bei Wortendungen

1. Schwierigere Wortendungen sind die mit mehr als zwei Buchstaben, da hier leichter einer überhört/vergessen wird. In der Grundschule kommen in den grammatikalisch einfachen Texten die längeren Beugungsendungen sehr selten vor:
ern, (überwintern)
eln, (nageln)
ert/er-te/er-ten, (verbessert/e, sie bedauerte/n)
el-te/el-ten, (sie verwechselte/n)
elst (du verwechselst)
erst (du kletterst)
ers/ens/erns/tens (des Schülers Not / des Laufens, des Bedauerns müde / höchstens)

2. Schwierig sind manchmal Wortendungen mit st/es/s, da sie öfters zu schwer hörbaren Konsonantenfolgen führen (einst/zunächst/selbst/höchst/du lachst/du schickst/nirgends/)

3. - 'em'/'er-em' - Bei diesen Wortendungen muss zwischen 'n' und dem Dativ-'m' unterschieden werden (aus kühlerem Wasser / mit grauem Wasser)

4. - Das manchmal zwischen zusammengesetzten Wörtern eingeschobene (Genitiv-) s (hundsgemein/ Vorfahrtsstraße/ Übergangszeit/ Sanitätsauto aber Krankenwagen),

 
5. - t/te/ten/tem/tern/tel - Endungen mit 't' können zu Verwechslungen mit der 'd'-Schreibung in anderen Wortteilen verleiten (er läuft/ sie singt/ ergraut/ gruppiert/ vereint/ der Markt***/ vermarkten***/ der Wichtel***/ wichtig***/ das Biest***/ nicht***/ vernichten***/ jetzt***)
 
Generell besondere Beachtung sollte das Beugungs-'t' bei Verben in der dritten Person (bzw. die anderen Verbbeugungsendungen mit 't') finden, um Schreibungen wie 'hart' und 'er harrt aus' von 'harren', 'halt!' und 'es hallt' von 'hallen', oder 'die Kante' und 'er kannte' von 'können' nachvollziehbar zu machen.
 
***) Das 't' als dritter Konsonant kann im Lückentext auch zum Wortkern gezählt werden (z.B.bei Markt/ nicht/der Wicht/wichtig/das Gedicht/dichten). Es als Wortendung einzureihen ist aber oft didaktisch sinnvoller, so werden Buchstabenfolgen wie 'ark' in 'Markt' und 'Marken' oder 'ich' in 'vernichten' und 'sichern' leichter vergleichbar, lange Konsonantenketten verständlicher und das 't' nicht so leicht vergessen. Außerdem wird das 't' zu den Endungen beim Sprechen hinübergezogen und stört hier nicht das Verständnis der Buchstabenfolgen der Wortendungen.

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